Wien, den 17.04.2010

Liebe LeserInnen & AutorInnen
Liebe KollegInnen & Interessierte


Das Projekt „Die MASKE – Zeitschrift für Kultur- und Sozialanthropologie“ ist beendet. Diese Homepage wird allerdings erhalten bleiben, auch stehen alle publizierten Artikel online als PDFs zur Verfügung.

Aus der Arbeit an der MASKE hat sich die Redaktion von PARADIGMATA entwickelt, ein engagiertes Team, das ein neues Konzept für eine neue Zeitschriftenpublikation realisiert.

Während den drei Jahren ehrenamtlicher Redaktionsarbeit entstanden vier Ausgaben und eine Sonderausgabe der MASKE. An der Verwirklichung waren insgesamt 26 RedakteurInnen und 143 AutorInnen beteiligt, die über 170 Artikel publizierten. Die MASKE verstand sich dabei als Medium, in dem sowohl etablierte WissenschaftlerInnen argumentierten als auch Studierende bzw. NachwuchswissenschaftlerInnen ihre mitunter ersten Publikationsversuche erfahren konnten. Gleichzeitig wollten wir anthropologische Debatten Studierenden und Interessierten zugänglich machen sowie für AnthropologInnen relevanten Themenfelder vorstellen.

Ich möchte betonen, dass uns niemand gesagt hat, was wir wann wie tun sollten oder müssten – wir waren ein außeruniversitäres, autonomes Projekt, freilich mit einer Verwurzelung am Wiener Institut für Kultur- und Sozialanthropologie. Dabei verfügten wir über dermaßen geringe finanzielle Mittel, dass die Frage, wie der nächste Druck finanziert werden könnte, unsere ständige Begleiterin war. Unsere Kreativität war noch längst nicht erschöpft, Ideen gab es viele, die Mittel zur Umsetzung jedoch, bestehend aus Zeit und Geld, waren begrenzt. Dennoch möchten wir uns herzlich bei allen UnterstützerInnen für Ihre Ratschläge, Lob & Kritik, das Vertrauen und Interesse bedanken!

Wir konnten dabei Fähigkeiten entwickeln, die uns nach wie vor sehr zugute kommen:

Der erste Bereich betrifft die Konzeption der Zeitschriften (zwischen je 88 – 102 Seiten, DINA4) mit der dazugehörigen Diskussion um Themensetzung, theoretischer Positionierung und der Akquise von Artikeln, der Verteilung von Verantwortlichkeiten, dem wissenschaftlichen Lektorat und der Interaktion mit AutorInnen. Auch die Gestaltung von Interviews (Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung) und das Schreiben von eigenen Artikeln nahm hierbei viel Raum ein.

Der zweite Bereich basiert auf der visuellen Umsetzung der anthropologischen Inhalte durch die entsprechenden Diskussionen zur Heftgestaltung: Layout, unser “Cooperate Design“, Aufbau und Betreuung der Homepage, die Produktion eines kurzen Werbefilms, Flyer, Infobroschüren, Werbematerialien sowohl in digitaler Form als auch in Print.

Der dritte Bereich deckt einen weiteren Teil der redaktionellen Arbeit ab, wozu die PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Projektplanung und Organisation, bzw. Projektmanagement, Planung und Durchführung von Veranstaltungen sowie die Teamkoordination von bis zu 15 Personen gehörte, ebenso wie die Einschulung neuer RedakteurInnen. Auch die Arbeitsbereiche der Verwaltung (z.B. Buchhaltung, Datenbanken, etc.) und des Vertriebs (Verkauf und Distribution durch AbonnentInnen-Service, Online-Bestellservice, Verkaufsstellen Koordination,…) erledigten sich nicht von alleine.

Alle Arbeitsbereiche beziehen sich also auf die Grund- und Spezialkenntnisse im Berufsfeld der redaktionellen Arbeit und waren dabei mit den Themenfeldern der wissenschaftlichen und journalistischen Tätigkeit verknüpft.

Motivationsleitend war die Leidenschaft für die erkenntnistheoretische Perspektive der Anthropologie und die Neugierde mit diesem Blickwinkel auf die Sozialwissenschaften zu schauen um Gesellschaft & Kultur zu hinterfragen. Ebenso war es unser unbedingter Wunsch, Inhalte in eine breite Öffentlichkeit zu tragen, interdisziplinäre Diskussionen zu führen und praktische Fähigkeiten zu erwerben.

Ich jedenfalls beende meine Arbeit als Chefredakteurin mit dem Gefühl, nicht Anthropologie zu studieren sondern Anthropologin zu sein.

In diesem Sinne -

Vielen Dank und alles Gute!

Norma Deseke



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