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Liebe Leserinnen und Leser!
In den Händen halten Sie die erste Ausgabe von „Die Maske-
Zeitschrift für Kultur- und Sozialanthropologie“, herausgegeben
von vier Studentinnen des Wiener Instituts für Kultur- und
Sozialanthropologie, ehemals Ethnologie.
Wir haben uns für diesen Namen entschieden, da wir meinen, dass die
Maske ein wichtiger anthropologischer Gegenstand ist, der auf jedem
Kontinent vorkommt. Dieser globale Bezug war uns sehr wichtig. Die
Maske steht für Verhüllung, für Rätsel und Geheimnis, aber auch für
Enttarnung, Offenlegung und für das Preisgeben der eigenen
Identität. Sie steht für Kunst, Materialismus, Mentalismus, Museen,
für Tanz, Körper und Gender - Verhältnisse, für Musik, Medizin, für
Tourismus und Wertewandel, für Nachhaltigkeit und Recht. Die
Maske erlaubt Bezüge zu vielen Teilbereichen der Anthropologie, sie
steht für die menschliche Vielfalt und betont dennoch die großen
Gemeinsamkeiten.
In diesem Sinne versteht sich unsere (Fach-) Zeitschrift, die versuchen
will, den Brückenschlag zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen
und einer interessierten Öffentlichkeit zu wagen. Anthropologisches
Wissen sollte nicht nur elitären Zirkeln vorbehalten sein, sondern einer
breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, denn es ist relevantes,
globales Wissen, das Wertekonstruktionen aufklären kann und
das dazu beiträgt, die eigene Gesellschaft und ihre Mechanismen in
Relation zu „den anderen“ Gesellschaften und Kulturen zu sehen.
AnthropologInnen sollten Verantwortung übernehmen, nicht nur
dokumentieren und im kleinen Kreise analysieren, sondern ihr Wissen
auch in einer verständlichen, nicht populistischen Sprache dahin tragen,
wo es angewendet werden kann - in die Öffentlichkeit!
Die Artikel wurden nicht nur von ProfessorInnen, LektorInnen,
DozentInnen geschrieben, sondern auch von StudentInnen in unterschiedlichen
Semestern, sowie von Interessierten. Wir hoffen, dass
einige Artikel zu Kritik anregen und würden uns freuen, diese dann zu
veröffentlichen. Ebenso freuen wir uns über konstruktive Kritik, über
neue fixe Mitglieder in unserem Redaktionsteam sowie über Beiträge
für die zweite Ausgabe. Das Salonthema der zweiten Ausgabe wird
sich mit der Globalisierung beschäftigen. Die Rubrik „Region“ wird
sich dem Nahen Osten, Nordafrika und Indien widmen, die
„Forschungsgebiete“ der Visuellen- und der Medienanthropologie.
Viel Spaß beim Schmökern!
Norma Deseke
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