Nr.1 (Juni 2007)

Nr.2 (Jänner 2008)

Nr.3 (Juni 2008)
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Liebe Leserinnen und Leser!

In den Händen halten Sie die erste Ausgabe von „Die Maske- Zeitschrift für Kultur- und Sozialanthropologie“, herausgegeben von vier Studentinnen des Wiener Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie, ehemals Ethnologie.

Wir haben uns für diesen Namen entschieden, da wir meinen, dass die Maske ein wichtiger anthropologischer Gegenstand ist, der auf jedem Kontinent vorkommt. Dieser globale Bezug war uns sehr wichtig. Die Maske steht für Verhüllung, für Rätsel und Geheimnis, aber auch für Enttarnung, Offenlegung und für das Preisgeben der eigenen Identität. Sie steht für Kunst, Materialismus, Mentalismus, Museen, für Tanz, Körper und Gender - Verhältnisse, für Musik, Medizin, für Tourismus und Wertewandel, für Nachhaltigkeit und Recht. Die Maske erlaubt Bezüge zu vielen Teilbereichen der Anthropologie, sie steht für die menschliche Vielfalt und betont dennoch die großen Gemeinsamkeiten.

In diesem Sinne versteht sich unsere (Fach-) Zeitschrift, die versuchen will, den Brückenschlag zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer interessierten Öffentlichkeit zu wagen. Anthropologisches Wissen sollte nicht nur elitären Zirkeln vorbehalten sein, sondern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, denn es ist relevantes, globales Wissen, das Wertekonstruktionen aufklären kann und das dazu beiträgt, die eigene Gesellschaft und ihre Mechanismen in Relation zu „den anderen“ Gesellschaften und Kulturen zu sehen. AnthropologInnen sollten Verantwortung übernehmen, nicht nur dokumentieren und im kleinen Kreise analysieren, sondern ihr Wissen auch in einer verständlichen, nicht populistischen Sprache dahin tragen, wo es angewendet werden kann - in die Öffentlichkeit! Die Artikel wurden nicht nur von ProfessorInnen, LektorInnen, DozentInnen geschrieben, sondern auch von StudentInnen in unterschiedlichen Semestern, sowie von Interessierten. Wir hoffen, dass einige Artikel zu Kritik anregen und würden uns freuen, diese dann zu veröffentlichen. Ebenso freuen wir uns über konstruktive Kritik, über neue fixe Mitglieder in unserem Redaktionsteam sowie über Beiträge für die zweite Ausgabe. Das Salonthema der zweiten Ausgabe wird sich mit der Globalisierung beschäftigen. Die Rubrik „Region“ wird sich dem Nahen Osten, Nordafrika und Indien widmen, die „Forschungsgebiete“ der Visuellen- und der Medienanthropologie.

Viel Spaß beim Schmökern!

Norma Deseke