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Profiltext vom Herbst 2007

Die MASKE wird derzeit von acht StudentInnen der Kultur und Sozialanthropologie an der Universität Wien herausgegeben und erscheint einmal pro Semester. Das Projekt begann im Herbst 2006 unter der Leitung von Norma Deseke, Gründerin des Kulturvereins Pangea. Die erste Ausgabe erschien im Juni 2007 mit einer Auflage von 300 Stück und war schnell vergriffen. Sie wurde primär im universitären Rahmen verkauft und rezipiert und erreichte hier ein ausgezeichnetes Echo. Mit der zweiten Ausgabe, die im Jänner 2008 mit einer Auflage von 700 Stück erschien, versuchen wir auch außerhalb der Universität bekannt zu werden. Die Schwerpunkte von Nr.2 liegen auf der Globalisierung, der Medienanthropologie und auf den Regionen Naher Osten und Indien.

Die MASKE wendet sich an eine Leserschaft, die sich für die bunte Vielfalt menschlicher Organisationsformen interessiert und darüber hinaus deren Gemeinsamkeiten kennen lernen möchte. Wir versuchen den Brückenschlag zwischen Forschung und Öffentlichkeit - den Sprung aus dem Elfenbeinturm. Die Kultur- und Sozialanthropologie hat im Kontext der Globalisierung ihre traditionellen Forschungsfelder verlassen bzw. ausgedehnt. Sie ist im Begriff sich neu zu definieren und auch diese Wandlungs-Prozesse wollen wir sichtbar machen.

Unsere Artikel werden hauptsächlich von AnthropologInnen aber auch von WissenschaftlerInnen und ExpertInnen anderer Forschungsrichtungen in einer verständlichen Sprache verfasst. Unsere Beiträge sollen insbesondere kulturelle Prozesse transparent machen, Interesse an kulturbezogenen Themen wecken und zum Nachdenken über aktuelle gesellschaftliche Probleme anregen. Daneben möchten wir auch zeigen wie spannend das Studium der Kultur- und Sozialanthropologie sein kann und wie vielseitig diese Forschung heute ist.

Die MASKE unterteilt sich in fünf Rubriken, wobei sich die Schwerpunktsetzung auf drei Bereiche konzentriert: Der Salon bietet nicht nur Platz für theoretische Überlegungen zum jeweiligen Thema, sondern wir sind hier bemüht verschiedene Facetten eines Phänomens herauszugreifen um so ein vielseitiges Bild entstehen zu lassen. Die Rubrik Fachgebiete stellt ein bestimmtes Arbeits- und Themenfeld der Disziplin vor. Interessant sind z.B. Artikel, die ein neues Forschungsfeld öffnen oder die ihre Themen in den aktuellen Forschungsstand einbetten, auch Analysen empirischer Beispiele passen gut in diese Rubrik. Die dritte Rubrik Region ist, neben dem von uns vorgegebenen geographischen Bezug, inhaltlich sehr frei gehalten und soll Raum für empirische Forschungen, Überlegungen und Erfahrungen ermöglichen. Des Weiteren gibt es noch die Rubriken Wiener Institut und Deutschsprachige Institute - hier stellen wir u.a. Diplomarbeiten, Projekte, Initiativen, sowie wissenschaftliche Literatur vor. Daneben runden wir wissenschaftliche Beiträge auch gerne mit journalistischen Kolumnen bzw. Essays ab.

Als AnthropologInnen ist uns das Thema Gender ein immanentes Anliegen. Wir versuchen unsere Beiträge sowohl möglichst ausgewogen und in genderkorrekte Schreibweise zu gestalten, als auch die inhaltlichen Dimensionen dieser Ordnungskategorie in der Heftkonzeption zu beachten. Diskriminierungen und Rassismen lehnen wir selbstverständlich ab. Unser Lektorat versucht auch versteckten Ethnozentrismus in Beiträgen zu entlarven, des Weiteren sind wir um einen gepflegten und diskursiven Kontakt mit unseren AutorInnen bemüht. Diskurse um die theoretische Positionierung der Redaktion werden in unseren Lektoratsrunden bewusst geführt, gegenwärtig verstehen wir Die MASKE als Diskussionsplattform, in der wir gerne kontroverse Artikel gegenüberstellen. Die vermittelten Inhalte spiegeln dabei keineswegs automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Wir freuen uns sehr über konstruktive Kritik, Ideen, Tipps, Zusammenarbeit & Vernetzung, sowie über Artikel und Bildmaterial. Auf unserer Plattform www.diemaske.at ist Die MASKE Nr.2 (Format: A4, 92 Seiten) jetzt auch online bestellbar.

Herzliche Grüße aus Wien,
Die MASKE Redaktion